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Köhleressen in unserer Ratsstube
Die
Tradition
Seit etwa dem 16. Jahrhundert
wurde Holzkohle in größeren
Mengen für das Schmelzen von
Eisenerz benötigt, da sie bei
Verbrennung größere Hitze als
Holz liefert. Das Holz wurde den
natürlichen Buchenwäldern
entnommen und in Meilern
verkohlt. Der Rohrener
Schaumeiler mit seinem
kuchenförmigen Ausschnitt zeigt
zwei „Gesetze“, d.h. Schichten
von senkrechten, etwa
meterlangen Scheiten mit dem
zentralen Befeuerungsschacht,
durch den der Meiler mit Glut
beimpft wurde. Die äußere
Schicht aus Laub und Kohlerde
diente der Abdichtung, damit das
Holz nicht verbrannte, sondern
durch den entstehenden
Sauerstoffmangel langsam
verkohlte.
Die Köhlerei war für die
Buchenwälder der Eifel fatal und
ließ am Ende des 18.
Jahrhunderts große, ausgelaugte
Kahlflächen übrig. Noch heute
zeugen zahlreiche Meilerplätze
in den umliegenden Wäldern vom
rußigen Gewerbe der Köhler.
Daher wurden die Flächen im
vergangenen Jahrhundert mit
anspruchslosen und
schnellwüchsigen Fichten
bepflanzt, die heute unser
Waldbild prägen. Die Köhlerei
hat somit das heutige
Landschaftsbild der Eifel
entscheidend mitgestaltet.
Ein Kohlenmeiler bezeichnet
einen mit Erde, Gras und Moos
luftdicht bedeckten Holz-Haufen,
welcher von einem Köhler in
Brand gesetzt wird, um Holzkohle
zu erzeugen.
Der Holzkohlemeiler wird
ebenerdig, möglichst an einem
Ort nahe einem Gewässer zum
späteren Löschen in Form eines
Kegels gebaut. Zu Beginn wird
ein Schacht (Quandel) aus
Stangen errichtet, die senkrecht
in den Boden gelassen werden.
Rundherum werden ca. 1 m lange
Holzstücke aufgeschichtet.
Darauf kommt ein Dach aus
trockenem Laub, Heu oder Stroh.
Zum Abschluss wird der Meiler
mit Erde, Gras und Moos
luftdicht verschlossen. Über den
Schacht wird der Meiler
entzündet. Die Aufgabe des
Köhlers ist es nun, über die
folgenden Tage oder Wochen (je
nach Größe des Meilers) den
Meiler weder erlöschen noch ihn
durch zu viel Luftzufuhr
abbrennen zu lassen. Dazu bohrt
und verschließt er Löcher an der
Oberfläche. Durch die
Beobachtung des Rauches bzw.
dessen Farbe muss der Köhler
erkennen, ob zu viel oder zu
wenig Luftzufuhr herrscht. Nach
der vollständigen „Garung“ des
Inhaltes wird der Meiler mit
Wasser abgelöscht. Gelingt dies
nicht vollständig, so verbrennt
die zuvor entstandene Holzkohle
innerhalb kürzester Zeit unter
großer Wärmeentwicklung. Die
dabei entstehende Hitze ist so
groß, dass eine Annäherung an
den Meiler unmöglich wird. Aus
100 kg Holz können ca. 20 kg
Holzkohle gewonnen werden.
Diese
besondere Spezialität bietet
unsere Küche in Anlehnung an die
große Köhlertradition der Eifel
an.
Begrüßung mit einem Glas
Köhlerschnaps mit gerösteter
Kartoffelscheibe und Salz
***
Ofenfrisches Schwarzbrot mit
Köhlerquark und Zwiebeln
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Deftige Sauerkrautrahmsuppe mit
Speck und Kräutern
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Verschiedene Köhlerbraten mit
Malzsoße,Gartengemüse und
Kartoffelknollen
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Eifel Landkäse oder Süßes
Preis pro Person 29,80 €
Zehn Tage
lang der Meiler schmorte.
Er ward vom Köhler streng
bewacht.
Die Köhlerliesl hübsch und
fleißig
hat Ihm das Essen raus gebracht.
Bier servieren wir
traditionsgemäß in großen
Bierkrügen! Alle Speisen sind
nach Absprache veränderbar.
Musikalisches Rahmenprogramm auf
Anfrage. Für individuelle Wünsche
sprechen Sie uns einfach an.
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