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Die Eifler Bauernhochzeit in
unserer Historischen Ratsstube
Die
typischen Bauernhochzeiten vor
150 Jahren haben nur wenig
Gemeinsamkeiten mit den
Hochzeiten von Heute. Auf dem
Land unterschied man die
Bauernhöfe nach Voll- und
Halbhöfen und kleinen
Hofstellen, die von den Familien
der Knechte bewirtschaftet
wurden.. Wenn der Sohn des
Bauern eines Vollhofes
heiratete, wurde immer das
gesamte Dorf eingeladen.
Knechte, Mägde und alle Bewohner
des Dorfes unterschiedlichster
Stellung kamen zum
Hochzeitsfeiern auf den Vollhof
des Hochzeitspaares. Eingeladen
wurde damals nicht mit
gedruckten Karten, die mit der
Post an die Gäste verschickt
wurden, sondern ein
unverheirateter Bruder des
Bräutigams oder der Braut ging
eine Woche vor dem Fest in jedes
Haus und lud die Gäste
persönlich ein. Hierfür sagte er
einen Spruch auf und bekam oft
einen Schnaps und Trinkgeld als
Dankeschön für die Einladung.
Die großen Bauernhochzeiten
wurden immer auf dem Hof
ausgerichtet. Hierfür wurde 2
Tage vor der Hochzeit ein Rind
und ein Schwein geschlachtet,
die für die Versorgung der Gäste
zubereitet wurden. Dafür gab es
in den Dörfern eine „Kochfrau“,
die auf den Festhof kam und das
Essen zubereitete. Zuerst wurde
das Fleisch für die Suppe und
die Braten eingeteilt und der
Topf- und Butterkuchen gebacken.
Einen Tag vor der Hochzeit kamen
die jungen, unverheirateten
Mädchen des Dorfes auf den Hof
und schälten die Kartoffeln und
flochten die Kränze für die
Dielentür und dem Wohnzimmer des
Brautpaares.
Parallel zu den Vorbereitungen
im Haus des Bräutigams, wurde im
Haus der Braut die Aussteuer
zusammengestellt. Handgefertigte
Möbel für das Schlaf- und
Wohnzimmer sowie Kommoden mit
Leinen gehörten zur Aussteuer,
die die Braut mit in die neue
Ehe brachte. Aber auch alle
Arbeitsgeräte, wie Forken,
Spaten, Schaufel und Besen, die
die Braut zur Arbeit auf Ihrem
neuen Hof benötigte, wurden als
Aussteuer mit in die Ehe
eingebracht.
Am Tag vor der Hochzeit wurde
ein schöner Brautwagen
geschmückt, auf dem die gesamte
Aussteuer durch das Dorf auf den
Hof des Bräutigams gefahren
wurde. Jeder, der dem Brautwagen
begegnete, bekam einen
Branntwein eingeschenkt. Erst
wenn der Brautwagen den Hof
erreicht hatte und die ganze
Aussteuer untergebracht war,
durfte der Polterabend
stattfinden. Hier achtete der
Hochzeitsbitter darauf, das alle
Gäste gut versorgt wurden.
Am Hochzeitsmorgen wurde der
große, hofeigene Backofen
geheizt und die Braten gegart.
Das notwendige Geschirr wurde
sich im Dorf zusammen geliehen
und weil die Bauernhochzeiten
meistens im Sommer stattfanden,
wurde draußen gegessen. Alte
Wagenbretter wurden auf passende
Untergestelle gelegt und man aß
unter freiem Himmel. In der
Regel bestand das Hochzeitsmahl
aus einer Suppe, der
Hochzeitssuppe, danach Braten
mit Kartoffeln und Backobst und
zum Nachtisch gab es dicken Reis
mit Zucker und Zimt.
Nach dem Essen ging die ganze
Hochzeitsgesellschaft durchs
Dorf und bekam in verschiedenen
Häusern Kaffee und Kuchen.
Abends trafen sich wieder alle
Gäste auf dem Hof, wo auf der
Diele wieder gegessen und
getanzt wurde.
Eifler
Bauernhochzeit in der Ratsstube
Begrüßung der Gäste mit einem
Glas Kartoffelschnaps
***
Gekochtes Rindfleisch mit Sauce
Remoulade und hausgebackenem
Brot
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Deftige Hochzeitssuppe mit
Einlage aus der Terrine
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Braten vom Rind und Schwein in
Bockbiersauce,Gartengemüse,
Kartoffelknollen und
verschiedenen Klößen
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Schmorapfel mit Grießpudding und
Himbeersauce
Preis p.P. 33 €
Bier servieren wir
traditionsgemäß in großen
Bierkrügen!
Alle Speisen sind nach Absprache
veränderbar. Musikalisches
Rahmenprogramm auf Anfrage.
Für individuelle Wünsche
sprechen Sie uns einfach an.
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